WolframAlpha – Computational Knowledge Engine – geht Online
Abgelegt in Web am 17. Mai, 2009
Seit Freitag Nacht (15. Mai 2009) ist es nun soweit. Stephen Wolframs lang erwartete “Computational Knowledge Engine” WolframAlpha geht Online. Dabei handelt sich um eine neue Form der Suchmaschine, denn diese semantische Suchmaschine generiert keine Treffer, sondern Antworten.
Das Konzept beruht auf 4 Säulen:
- mehrere Trillionen Datensätze – zum Teil freie Daten, aber auch lizensierte Daten
- Algorithmen und Berechnungsformeln, mit denen sich die Antworten ermitteln lassen – insgesamt wurden für diese Algorithmen fünf bis sechs Millionen Zeilen Code geschrieben
- eine linguistische Kompente – WolframAlpha erkennt und versteht die Eingaben des Nutzers (analysiert die in englischer Sprache eingegebene Anfrage linguistisch und gibt entsprechend relevante Antworten aus)
- automatisierte Datenpräsentation - Algorithmen steuern das Aussehen, der ausgegebenen Daten (Kurven, Tabellen, Texte,…) und entscheiden, was gemessen an der Frage die relevanten Informationen sind
Die von WolframAlpha ausgegebenen Daten sind aber nicht zwangsläufig Endergebnisse einer Suche, sondern sie lassen sich immer weiter vertiefen und aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Während konventionelle Suchmaschinen wie Google mit ihren Ergebnislisten nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Antwort sind, liefert WolframAlpha selbst die Antworten. Deshalb steht die Computational Knowledge Engine auch nicht in direkter Konkurrenz mit Suchmaschinen. Kritiker sehen darin zugleich die größte Schwäche der neuartigen Wissensdatenbank.
Im Moment ist die Internetseite noch etwas “buggy” und läd oft nur sehr langsam. Und das auch Wolfram nicht zu allem die passende Antwort hat, beweist dieser Screenshot:
Weitere lustige und kuriose Suchergebnisse sammelt der Eintrag von TV… und so.
Quelle: International World Business
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