10 Tipps um seinen Traffic zu steigern
Abgelegt in Web am 16. Feb, 2009
Ich denke dies ist ein Thema, welches jeden Blogger interessiert und auch gerade ein Neuanfänger stellt sich irgendwann einmal diese Frage: Wie bekomme ich Besucher auf meinen Blog? Denn gerade am Anfang ist es schwer neue Leser auf das eigene Blog zu lotsen. Das Blog ist noch nicht bekannt und auch die Suchmaschinen-Einträge sind noch überschaubar bzw. nicht so hoch gelistet.
Was für Möglichkeiten hat ein Blogger, wenn die eigentlich schön geschrieben und gut recherchierten Einträge keiner liest? Was tun bei Leser-Armut?
- Guten und interessanten Inhalt schreiben
- Kommentare auf anderen Blogs
- Pings und Trackbacks
- Verlinkungen auf andere Blogs in den eigenen Einträgen
- Blogverzeichnisse
- In Suchmaschinen listen
- Offene Fragen und kritische Beiträge
- Blogparaden
- Postfrequenz
- Twitter und Co.
Dies klingt für Einige jetzt vielleicht seltsam, aber oft bestehen hier die meisten Diskrepanzen. So gibt es verschiedene Möglichkeiten um es sich mit den Lesern zu verscherzen. Dabei würde ich dieses ziemlich große Thema in 2 Bereiche gliedern.
Einmal den inhaltlichen Teil. Hier ist zu beachten, dass alles was einen selbst vielleicht interessiert nicht unbedingt das Mark der Masse trifft. Natürlich ist ein (Nischen)-Blog immer auf eine bestimmte Zielgruppe gerichtet, allerdings gibt es meistens die Möglichkeit etwas mehr Auszuholen oder den Content auch für die Leser interessant zu gestallten, auch für Diejenigen die nichts mit dem Thema am Hut haben. Weiterhin zähle ich zu diesem Bereich die Überschrift. Denn auch hier gilt es den schmalen Grad zwischen interessant und uninteressant zu beschreiten. Deshalb sollte man bei der Wahl der Überschrift vielleicht lieber 2 Mal überlegen. Sie sollte zum einen nicht zu viel versprechen, aber den Blogeintrag von Anfang an interessant gestalten. Auch aus SEO-Sicht sollte man sich hier eher in die Sicht des Lesers hineinversetzen.
Der zweite große Bereich ist die sprachliche Aufmachung des Textes. So sehe ich oft Beiträge mit massenhaften Rechtschreibfehlern. Natürlich ist ein Beitrag nie zu 100% korrekt, da schließe ich meine Beiträge mit ein. Allerdings sollte man schon wissen was ein Nomen ist und das diese auch groß geschrieben werden. Und man sollte sich seinen Beitrag zumindest einmal vollständig durchlesen vor dem Veröffentlichen. Zur sprachlichen Gestaltung zählen meiner Meinung nach aber auch Synonyme und sprachliche Bilder. Hier hilft vor allem Google ein wenig weiter und sollte auch genutzt werden.
Ein wichtiger Punkt, wenn auch nicht hier mit rein gehörig, ist die Gesamtgestaltung des Beitrags. So schreckt jeder Leser ab, wenn er 500 Wörter puren Text vor sich stehen hat. Ein paar Bilder oder ein Video machen aus jedem langweiligem Beitrag einen Hingucker.
Ein wichtiges Thema ist die Aktivität in der Blogsphäre allgemein. So sind die Beziehungen zwischen den Blogs das A und O. Allerdings kommen diese Beziehungen oft nicht von alleine. Deshalb sollte man sich bemühen dort ein wenig nach zu helfen. So sollte man möglichst viel auf anderen Blogs präsent sein und hier und da einen Kommentar “posten”. Vor allem verwandte Blogs, also Nischenblogs in der Nähe sollten mit dem eigenem Blog verknüpft werden. Meine Erfahrung dabei ist, dass man vor allem bei größeren Blogs viel Traffic abgreifen kann. Aber auch bei kleineren Blogs lohnt es sich die Möglichkeit zur Äußerung der eigenen Meinung oder den Beginn einer Diskussion zu nutzen.
Ein sehr wichtiges Feature im Standard von Wordpress. Allerdings muss dies erst noch angepasst werden. Dazu müssen folgende Adressen im Administrations-Menü unter Einstellungen – Schreiben in die Textbox: Update Services eingetragen werden:
http://api.moreover.com/ping http://api.my.yahoo.com/rss/ping http://blogsearch.google.com/ping/RPC2 http://cullect.com/feed/ping http://ping.bitacoras.com http://ping.feedburner.com http://ping.syndic8.com/xmlrpc.php http://rpc.blogrolling.com/pinger/ http://rpc.icerocket.com:10080/ http://rpc.technorati.com/rpc/ping http://rpc.weblogs.com/RPC2 http://topicexchange.com/RPC2 http://www.blogdigger.com/RPC2 http://www.blogoole.com/ping/ http://www.popdex.com/addsite.php http://www.wasalive.com/ping/ http://www.weblogues.com/RPC/ http://blogping.unidatum.com/RPC2/
Weiterhin sollte man nicht zurück schrecken auch Trackbacks auf andere Artikel zu setzen. Zum einen lebt die gesamte Blogsphäre vom gemeinsamen Austausch und weiterhin können auch so Verknüpfungen hergestellt werden. Die meisten Blogs lassen sich diese Trackbacks auch anzeigen und bieten dem Leser die Möglichkeit auch den “Fremdbeitrag” anzuschauen.
Genauso sollten man aber auch so fair sein und Pings/Trackbacks zu seinem Blog zulassen. Dazu setzt man im Administrationsbereich unter Einstellungen – Diskussionen den Haken auf: Erlaube Link-Benachrichtigungen von anderen Weblogs (Pingbacks und Trackbacks) (nicht vergessen zu Speichern!).
Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Zum einen sollten sich Ping und Trackback nicht überschneiten, denn sonst könnten es vom Blog neben an als Spam gelistet werden. Auch Google und Co schauen genau zu was ihr dort macht. So muss darauf geachtet werden, dass man den Blogpost zum Trackback auch in seinem eigentlichem Beitrag mindestens einmal verlinkt (mehr dazu siehe hier).
Um an das obere Thema anzuschließen nun der 4. Tipp, welcher den Trackback setzen sehr nahe kommt. Denn so sollte man sich in seinen Beiträgen so oft wie möglich auf andere Posts stützen und dies durch einen Link auch kenntlich machen. Zum einen kommt es immer besser an, wenn man seine Quellen offen legt und eine Behauptung nicht einfach so im Raum stehen lässt, sondern diese durch Beweise, Beispiele oder Ähnlichem untermauert. Und zum anderen interessiert es einfach die Leser. Vielleicht möchte ein Leser auch eine andere Sicht bekommen oder sich zu diesem Thema noch weiter belesen, dann hilft so ein Link ungemein.
Des weiteren sehe ich es als gute Sitte an, fremde Inhalte auch als solche zu kennzeichnen. Es geht hier nicht um den Klau von Postings etc., aber man sollte schon zugeben, wenn man einen Beitrag gefunden hat und vor allem wo und bei wem. Auch Ideen via Twitter oder Email gehören meines Erachtens als Quellenangabe zu einem Beitrag hinzu.
Gerade als Neublogger bieten Blogverzeichnisse gleich mehrere positive Effekte. Zum einen kann man sein eigenes “Baby” etwas bekannter machen und auf sich aufmerksam machen. Und zum anderen erhält man selbst viele nützliche Informationen über andere Blogs (Welche Blogs gibt es? Welche Blogs sind in meiner näheren Umgebung?, Bearbeitet ein anderer Blog vielleicht auch genau das selbe Thema wie ich?).
Doch um es realistisch zu betrachten, der Aufwand lohnt sich nicht. Ich würde in solche Blogverzeichnisse nicht all zuviel Energie und Aufwand stecken. Denn meine Erfahrung zeigt, dass die Erwartungen meistens nicht erfüllt werden. So fallen ein paar Besucher ab, keine Frage, allerdings den erwünschten Besucheransturm bringen die Verzeichnisse nicht. Zu meist ist das eigene Blog eines von sehr sehr vielen und man geht schier unter in der Masse. Wie es sich bei größeren Blogs verhält kann ich leider nicht sagen.
Trotz alledem hier noch ein paar große Blogverzeichnisse: Technorati, Blogscoop, Bloggerei, Bloggeramt.
Zu diesem Thema gibt es unzählige Diskussionen und Beiträge in der Blogsphäre. Und gerade in letzter Zeit, so habe ich das Gefühl, gewinnt das Thema Google und Co, sowie SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) immer mehr an Bedeutung. Eigentlich geht es nur darum mit bestimmte Maßnahmen direkt auf die Platzierung in Suchmaschinen Einfluss zu nehmen zu. Auf Deutsch, man “pimpt” seinen Blog so sehr, dass Suchmaschinen diesen weiter oben in ihrem Index auflisten.
Um dies zu erreichen gibt es bestimmte Rahmenbedingungen, welche von den Suchmaschinen gegeben werden. Weiterhin gibt es aber auch viele unbekannte Faktoren, welche dann gegebenenfalls zu einer Abwertung des Blogs führen können. Man könnten über dieses Thema wohl noch einige Seiten füllen, allerdings möchte ich an dieser Stelle nur einmal kurz das Wichtigste bündeln:
- die richtige Auswahl der Keywords (Tags)
- Linkpopularität steigern
- Titel und Meta-Angaben
- Verfügbarkeit der Webseite
- Seitengeschwindigkeit
- Validierungen (XHtml, CSS, usw.)
All diese Dinge spielen bei SEO mit rein. Aber auch hier bietet Wordpress Abhilfe. Ich benutze in meinem Blog das Plugin All in one SEO. Ob sich daraus allerdings langfristiger Traffic generieren lässt, und damit meine ich Stammleser? Meine Erfahrung zeigt, dass dadurch viele Leser von Suchmaschinen zu einem geführt werden. Ob diese Leser dann allerdings wieder kommen ist meist unabhängig vom SEO und hängt ganz alleine vom Content ab.
Ein wichtiger und oft sehr bewährter Punkt ist das Schreiben von polemischen und kontroversen Texten. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn der Schuss kann auch ganz schnell nach hinten los gehen. Doch wie bekommt man dies am Besten “geschrieben” ohne das sich einem gleich die ganze Leserschaft an den Hals wirft? Zum einen spielt hier die Wahl des Themas eine wichtige Rolle, so lassen sich aktuelle und eh schon heiss diskutierte Fragen sehr leicht auf das Blog projizieren. Weiterhin passt hier der Spruch: Wer auffällt wird auch gesehen. Soll heißen, dass man nicht immer Mainstream schreiben sollte, sondern auch mal gegen die Allgemeinheit bzw. das allgemeine Denke.
Eine Andere, aber nach dem gleichen Schema funktionierende Art, ist das Verfassen von lustigen Beiträgen bzw. Kommentartexten. So kann man auf eine eher spaßige Art und Weise eine Diskussion anfangen. Denn dies sollte bei dem Vorhaben an 1. Stelle stehen. Die Leser zur Diskussion Anregen, die dadurch Traffic verursachen.
Eine immer wieder genutzte Methode ist die Blogparade, oft auch Blog-Karneval genannt. Dabei geht es darum in einem vorher festgelegten Zeitraum so viele Meinungen in Form von Kommentaren zu einem bestimmten Thema zu sammeln. Das Thema ist dabei eher nebensächlich, denn es geht viel mehr um den Spaß und das Sammeln von kreativen und lustigen Ideen. So könnte das Thema zum Beispiel lauten: Was ist Deine originellste Methode, eine Flasche Bier zu öffnen? Dies klingt im ersten Moment eher idiotisch, aber es wirkt! In Kombination mit einer kleinen Prämie eine todsichere Methode um Traffic zu erzeugen.
Ich selbst kann nur sagen, dass es wirklich funktioniert. Selbst habe ich bis jetzt noch keine Blogparade angezettelt. Allerdings habe ich mich selbst schon mehrere Mal an solchen Blog-Veranstaltungen beteiligt und selbst heute bekomme ich noch Besucher die von der jeweiligen Parade zu mir kommen.
Viele meinen, dass hier das Geheimnis der großen Blogs liegt. Denn zu meist schreiben dort mehrere Autoren was zwangsläufig zu einer hohen Postfrequenz führt. Dabei sind die Leser gezwungen mehrmals am Tag das Blog zu besuchen, um Up-to-date zu bleiben. Wie hoch ist nun die ideale Anzahl von Posts am Tag für einen Einmann-Blog? Ich denke diese Frage kann man nicht für alle gleich beantworten. Oft liest man davon zwischen 3 und 5 Artikel am Tag zu veröffentlichen. Allerdings ist dies für Blogs mit berufstätigen Schreiberlingen oft zeitlich nicht möglich (von der Familie mal abgesehen). Hinzu kommt, dass jeder einen anderen Stil zum Schreiben hat. Ich denke, jeder Artikel braucht so viel Zeit wie er eben braucht. Es gibt Artikel die schreibt man mal so schnell von der Hand. Auf der anderen Seite gibt es Artikel da benötigt es schon mal etwas mehr Recherche. Denn eins sollte dabei nie leiden: die Qualität.
Oft ist es auch so, dass bei dieser hohen Postfrequenz der Spaß am Bloggen auf der Strecke bleibt. Und auch bei kleineren Pausen wird das Blog nicht gleich “untergehen”. Sollte doch mal eine längere Pause geplant sein, dann kann man sich auch mit “Lückenfüllern” über Wasser halten. So lohnt es sich alle mal über ein Plugin oder ein paar Themes zu schreiben. Auch Social Media- oder News-Seiten können hier ganz nützlich sein, denn dort findet man immer brandaktuelle und interessante Themen, welche sich dann mit etwas weniger Aufwand einbinden lassen. Hierzu zähle ich zum Beispiel heise.de oder yigg.de.
Von immer größerer Bedeutung werden all die unzähligen Microblogging Dienste, wie Twitter und Identi.ca. Auch wenn sie in direkter Konkurrenz zu den Blogs stehen, kann man sich dieser bedienen um die Masse anzusprechen. Allerdings ist auch hier ein wenig Vorarbeit von Nöten. Denn die ganzen Follower kommen nicht von alleine und sind natürlich auch anspruchsvoll. Hat man sich allerdings einen “kleinen” Kreis von Verfolgern aufgebaut, dann ist dies schon einmal eine gute Voraussetzung um zumindest kurzfristig etwas Verkehr zum Blog zu erzeugen. Allerdings muss man auch sagen, so schnell wie die Twitter-Nutzer kommen, so schnell sind sie auch wieder weg. Ich denke auf lange Sicht reicht diese Methode nicht aus um wirkliche Stammleser anzulocken.
Für alle die diese Möglichkeit nutzen wollen, denen kann ich nur empfehlen sich ein “Twitter-Plugin” zuzulegen. Diese posten dann automatisiert nach jedem Beitrag einen Tweet nach Twitter (Twitme). Von den Twitter-Tools kann ich nur abraten, da diese in meinem Blog nur Probleme bereiteten und sich nicht mehr richtig deinstallieren ließen.
Für weitere Informationen kann ich den Geldkrieg-Blog empfehlen oder die Sammlung von Edib Isic im Million-Maker-Blog. Zum Abschluß lässt sich noch sagen, dass es sicherlich noch weit aus mehr Methoden und Maßnahmen zur Steigerung der Leserzahlen gibt. Dieser Beitrag sollte mehr als Überblick dienen und lässt sich in Zukunft sicher noch weiter ausbauen. Es sei auch gesagt, dass es letztendlich kein Allheilmittel gibt und die richtige Mischung macht es! Ansonsten wär das Bloggen ja nicht so schön und abwechslungsreich
Popularity: 4% [?]
Related posts
Statistik: Gelesen: 1623 · heute: 3 · zuletzt am: 3. September 2010



Sehr Intressanter Artikel, ich hatte zu dem Thema auch mal auf Pixelschubbzer einen Artikel verfasst http://pixelschubzzer.de/webentwicklung/tips-tricks-fur-mehr-klicks/
Wenn man die befolgt sollte man auch zu mehr Besuchern kommen.
Wow! Ein superlanger und genau so superinteressanter Artikel! Vielen Dank dafür, auch wenn es schwerfallen wird, alle Tipps umzusetzen. Es erfordert schon einige Mühe, neue Besucher zu gewinnen. Der Konkurrent ist ja nur einen Klick entfernt …
Fred
Da hast du Recht! Und alle diese Tipps umzusetzen ist wirklich schwer. Aber ein paar Anregungen sind hoffentlich dabei gewesen
Auch der Artikel von Nico ist sehr interessant und zeigt noch ein paar weitere Punkte im Kampf um Besucher auf. Vielen Dank dafür Nico.
Danke für diese kompakte Übersicht, werde sicherlich den einen oder anderen für meinen doch recht jungen Blog verwenden
Schön, dass jemand dieses Thema einmal strukturiert und tiefer bearbeitet. Danke!.
10 aktuelle Tipps wie man gelegentliche Blogbesucher zu Dauerbesuchern macht (aus energetischer Sicht), findet man übrigens hier:
http://www.sheng-fui.de/allgemein/10-tipps-wie-man-gelegentliche-blogbesucher-zu-dauerbesuchern-macht/
Energetische Grüße
Lorenz
Similarly, master the basics of gymnastics: pull-ups, dips, rope climb, push-ups, sit-ups, presses to handstand, pirouettes, flips, splits, and holds. ,